Freischalten der LAN Ports unter BPI-R1_OpenWrt_V4.0.img für Banana Pi R1

OpenWrt ist eine freie Software, die auf vielen Routern zum Einsatz kommt. Seit der Einführung des Pakets LuCI ist es möglich auch in der grafischen Oberfläche Einstellungen durchzuführen. Die aktuelle Version 4.0 (Stand 01.09.2015) hat eine Art Bug. Nach der Installation auf die microSD Karte erlebt man eine böse Überraschung. Die LAN Ports sind von Haus aus nicht freigeschaltet und können nicht angesprochen werden. Abhilfe schafft die Anpassung der Datei /etc/config/network

 

1.1. Schritt:

Als Vorbereitung, steigt man in die Eingabeaufforderung oder ins Terminal eines beliebigen Client ein und benutzt den Befehl:

arp -a

Ist der Rechner z.B. in einem Heimnetzwerk an einem Homerouter ins Internet angebunden listet er alle im Netzwerk verfügbaren IP Adressen zur physikalischen Adressen auf. Je nach angebunden Geräten variiert die Anzahl.

1.2. Schritt:

Erst jetzt verbindet den Banana Pi R1 Wan Port mit dem LAN Port des Homerouters im Heimnetzwerk. Dazu benutzt man ein herkömmliches gerades Netzwerkkabel. Vorausgesetzt, der DHCP des Homerouters ist eingeschaltet und arbeitet korrekt, wird dem Banana Pi R1 eine IP Adresse zugewiesen. Diese ist in der Routingtabelle des Homerouters auszulesen. Schneller ist  man, wenn man wieder den folgenden Befehl eintippt :

arp -a

Jetzt braucht man nur die Einträge mit der ersten Abfrage vergleichen. Wenn man alles richtig gemacht hat bekommt man einen zusätzlichen Eintrag mit der zugewiesenen IP zur pysikalischen Adresse vom WAN Port des Banana Pi R1. Sollte es keinen neuen Eintrag geben, kann man probieren, sowohl den Homecomputer als auch den Banana PI R1 kurz vom Strom zu nehmen und neu zu starten und den Befehl noch einmal eintippen.

 

2. Schritt:

Linux Nutzer haben es einfacher, während Windows Nutzer zusätzlich mit PuTTY arbeiten sollten. Ich beziehe die weitere Vorgehensweise auf die klassische Bash unter Linux. Im Terminaltfenster gibt man ein:

ssh root@zugewiesene IP

Als Passwort gibt man admin ein.

Jetzt ist man mit dem Banana Pi R1 verbunden.

 

3. Schritt:

Man muss die Datei network unter /etc/config anpassen. Es gibt mehrere Wege, wie man diese bearbeitet. Es stehen als Texteditoren wahrscheinlich nur vi zur Verfügung. Statt vi kann man mit nano arbeitenDazu gibt man ein:

vi /etc/config/network

Es öffnet sich die Datei, die um folgende Zeilen ergänzt wird. Dabei ist egal in welcher Reihenfolge man die Einträge ergänzt.

Wichtig ist, dass man einige Tastenkürzel des Texteditors vi Editors kennt. Mit der Esc Taste wechselt man vom Befehlsmodus in den Eingabemodus und kann nach Belieben Einträge vornehmen. Mit Esc wechselt man zurück in den Befehlsmodus. Mit den Befehl :w speichert man Änderungen ab mit :q steigt man aus.

Hinweis: Leider gibt es in anderen Distributionen wie Bananaian einige Änderungen was Vi betrifft. Während unter OpenWrt, noch die klassische Vi Version Bestandteil ist, wird unter neuen Bananian Versionen mit  dem Befehl vi der  Nachfolger-Texteditor Vim aufgerufen.  Das kann zur Verwirrung führen. Vim ist wesentlich Leistungsfähiger, aber leider anders zu bedienen. Alternativ hat man die Möglichkeit mit dem Texteditor Nano zu arbeiten.  Nano ist relativ einfach zu bedienen. Zum Speichern drückt man die F3 Taste, belässt am besten den Dateinamen und bestätigt die Eingabe mit Enter. Mit der F2 Taste kann man jeder Zeit aussteigen.

 

config switch 'eth0'
    option enable '1'
    option enable_vlan '1'
    option reset '1'

 

config switch_vlan
    option device 'eth0'
    option ports '0 1 2 4 8t'
    option vlan '1'

 

config switch_vlan
    option device 'eth0'
    option vlan '2'
    option ports '3 8t'

 

Eigentlich sind wir schon fertig. Der Rest kann schon über die grafische Oberfläche vorgenommen werden. Wer will, kann noch die IP Range fürs LAN hier anpassen. Dazu passt man  noch die Zeile  config interface 'lan' an. Ich habe als Beispiel 192.168.100.1 als Router LAN IP gewählt. Die Zeile kann nach der Änderung so aussehen.

 

config interface 'lan'        

        option ifname 'eth0.1'                    
        option force_link '1'            
        option type 'bridge'                
        option proto 'static'               
        option netmask '255.255.255.0'      
        option delegate '0'                 
        option ipaddr '192.168.100.1'        
        option dns '8.8.8.8'                
        option broadcast '192.168.100.255' 

 

Schritt 4:

Mit dem Befehl:

exit

schlisst man die ssh Verbindung.

Fertig! viel Spass...

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